Verringern Sie den CO2-Fußabdruck ihres Unternehmens mit intelligenten Materialentscheidungen

Presse,15 September, 2021

Wissenschaftliche Studie der Polykemi Group ebnet Weg für Einsatz von neuem LCA-Simulationstool

Die Polykemi Group investiert in ein neues Softwareprogramm, welches Kunden bei der Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks unterstützt. Dank einer wissenschaftlichen Studie stehen dem Kunden stets Informationen über die Auswirkungen ihrer Materialwahl auf das Klima zur Verfügung.

„Wir helfen unseren Kunden dabei, eine klimafreundlichere Materialauswahl zu treffen, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, und bieten ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, Zeit, Gewicht und Kosten zu sparen“, sagt Henrik Palokangas, Spezialist für Nachhaltigkeit.

Im Jahr 2015 verabschiedete die UN ein neues Klimaabkommen, das Übereinkommen von Paris, das die globale Erwärmung begrenzen soll. Um die anspruchsvollen Ziele zu erreichen, müssen sowohl die Hersteller als auch die Verbraucher ihren Beitrag leisten.

„Die aktuellen Diskussionen konzentrieren sich sehr stark auf Energie und Kraftstoffe, aber wir müssen auch berücksichtigen, wie verschiedene Produkte unsere Umwelt beeinflussen, selbst wenn sie produziert werden“, erklärt Henrik Palokangas, Nachhaltigkeitsspezialist für Polymere beim Kunststoff-Compounder Polykemi mit Sitz in Ystad, Schweden.

„Wir haben eine wissenschaftliche Studie durchgeführt, in der wir die Auswirkungen aller unserer Produkte auf das Klima analysiert und anhand der Ergebnisse ein Simulationstool entwickelt haben, so Herr Palokangas“.

Henrik Palokangas, Nachhaltigkeitsspezialist für Polymere-Werkstoffe, bei Polykemi in Ystad, Schweden.

„Das Tool gibt unseren Kunden die einzigartige Möglichkeit, noch mehr Verantwortung für das Klima zu übernehmen und gleichzeitig ihre Kosten zu senken. Das eine schließt also das andere nicht aus, davon sind wir zutiefst überzeugt.“

Simulationstool berechnet den CO2-Fußabdruck von Materialien

Die wissenschaftliche Studie wurde bei Polykemi im Jahr 2020 durchgeführt und konzentrierte sich mit ihrer Analyse auf die Auswirkungen der Materialien des Unternehmens auf das Klima. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Wahl der Materialien eine bedeutende Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels spielt und hilft den Kunden eine möglichst klimaeffiziente und dennoch den Anforderungen entsprechende Materialauswahl zu treffen.

„Mit dem Tool können wir den cradle-to-gate CO2-Fußabdruck unserer Materialien aus unserem Hause berechnen. So können unsere Kunden den ökologischen Fußabdruck, der von ihnen hergestellten Komponenten beurteilen und für eigene weitere Berechnungen nutzen“, sagt Herr Palokangas.

„Es ist leicht, sich aus Gewohnheit für ein bekanntes Material zu entscheiden, obwohl es vielleicht wesentlich bessere Alternativen gibt, die Kosten und Zeit sparen und den CO2-Fußabdruck verringern“.

Wir können berechnen, welchen Unterschied die Materialwahl macht und bei der Auswahl einer optimalen Alternative im Hinblick auf Kundenanforderungen, Kosten und Klimaeinfluss helfen.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit einem externen zertifizierten Institut durchgeführt, um eine objektive und vollständig mit den aktuellen Standards(u.a. LCA ISO 14040)  konforme Analyse zu gewährleisten.

Ähnliche Studien werden derzeit für die Produktionsstätten in Kunshan, China, durchgeführt und sind für die neuen Fabriken in Chongqing, China, und in Charlotte, North Carolina, USA, geplant.

Das neue Simulationstool von Polykemi gibt ihnen die Möglichkeit, den CO2-Fußabdruck ihrer Materialien zu berechnen, wenn sie ihre Produktionsstätte verlassen.

Das richtige Material für den richtigen Zweck – Teil der Lösung

Zwischen 60 und 80 Prozent des gesamten CO2-Fußabdrucks eines Endprodukts stammen von den Rohstoffen, aus denen es hergestellt wird, bevor es den Endverbraucher erreicht. Daher liegt es in der Verantwortung der Hersteller, für das jeweilige Produkt unter anderem auch hinsichtlich der Funktion, des Gewichts und des CO2-Fußabdrucks die richtige Materialauswahl zu treffen. In vielen Fällen lässt sich der CO2-Fußabdruck durch die Wahl von Kunststoff anstelle von zum Beispiel Metall deutlich verringern.

So ist zum Beispiel der CO2-Fußabdruck einer Salatschüssel aus Edelstahl um 2,4 kg CO2 höher als der einer gleich großen Schüssel aus Polypropylen (PP). Das bedeutet, dass PP aufgrund seines geringeren CO2-Fußabdrucks und seines geringeren Gewichts zehnmal klimaeffizienter ist, was das Material angeht.

PP hat einen geringeren CO2-Fußabdruck und ein geringeres Gewicht als rostfreier Stahl.

Ein weiteres Beispiel ist eine Gardinenschiene, die aus einem 3×5 cm Aluminiumprofil besteht. Durch den Wechsel von Aluminium zu ABS lässt sich pro Meter Gardinenschiene 12 kg CO2 einsparen.

„Wenn ein ganzer Bürokomplex mit Gardinenschienen ausgestattet werden soll, macht die Wahl also einen erheblichen Unterschied. Wir glauben, dass Unternehmen und Hersteller mehr Verantwortung übernehmen und die Verbraucher aufklären müssen, damit diese die richtige Entscheidungen für das Klima treffen können“, so Herr Palokangas.

Den CO2-Fußabdruck reduzieren bei gleichzeitiger Kosteneinsparung

Die wissenschaftliche Studie von Polykemi zeigt, dass ein Wechsel von PA6 GF15 auf Basis Neuware zu PP GF15, welches in vielen Anwendungen technisch möglich ist, den CO2-Fußabdruck um 6,9 kg CO2-e pro kg Material, also um 75 Prozent, reduziert. Wenn ein recyceltes PP eine Option ist, kann der CO2-Fußabdruck um weitere 75 Prozent reduziert werden.

 „Selbst der Austausch von Polymeren auf Basis Neuware, wie oben aufgeführt, kann erhebliche Klimavorteile bewirken. Hier, bei einer geringeren Dichte, was bedeutet, dass wir pro Kilo Material 15-20 % mehr Details herstellen können. Das steigert  die Rentabilität und ist gut für das Klima“, sagt Herr Palokangas.

„Intelligenter Materialeinsatz bedeutet mehr als recycelte Rohstoffe zu verwenden“.

Seit mehr als 50 Jahren produziert und entwickelt die Polykemi Group erfolgreich kundenspezifische Kunststoffcompounds, sowohl auf Neuware Basis als auch durch die Aufarbeitung von Kunststoffabfällen zu qualitativ hochwertigen Rezyklat Compounds.

„Die langjährige Erfahrung mit Neuware und recycelten Rohstoffen versetzt uns in die Lage und gibt uns die Möglichkeit, die Auswirkungen der Materialwahl zu simulieren“, sagt Herr Palokangas.

„Unser fundiertes Know-how ermöglicht es uns, Materialien zu entwickeln, die in Bezug auf Klima, Eigenschaften und Kosten optimiert sind. Richtig angewandt, ergänzen sich diese drei Parameter und erzielen ein perfektes Ergebnis.

Materialsmart.info

Der neue Internetauftritt materialsmart.info führt auf, wie Polykemi die Kunden unterstützen kann, das optimale Material für die richtige Anwendung auszuwählen. In einer vereinfachten Version des Polykemi-Berechnungstools können Besucher anhand von Beispielen verschiedene Materialwahlen simulieren und sehen, welche Auswirkungen diese auf das Klima haben. Unter dem Button Quiz steht ein Programm zur Verfügung, wo  die Besucher ihr Wissen über die Materialauswahl testen können. Es gibt auch Beispiele für verschiedene Projekte aus den unterschiedlichsten Industriezweigen, bei denen große Einsparungen durch gezielte Materialauswahl erzielt werden konnten.

Besuchen Sie materialsmart.info  →

Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Henrik Palokangas  
+46 (0) 411 79780 
henrik.palokangas@polykemi.se